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Schlusswort.
Im fremden Staat gibt es auf Dauer kein Bestehen für eine kleine Volksgruppe. Benito Mussolini und Alcide De Gasperi hatten im vergangenen Jahrhundert –unisono – einmal gesagt: Um den Südtirolern ihr Volkstum zu nehmen, gibt es nur eine Methode: Sie nicht zu isolieren und sie am Leben der Nation teilhaben zu lassen. Und in diese Richtung scheint sich zumindest ein Teil von Hofers Nachfahren zu bewegen. Langsam, fast unmerklich, aber doch stetig.
Die Ergebnisse davon sehen oder hören wir, wenn manch einer sich heute schon als deutschsprechender Italiener bezeichnet. Wenn das Wort Südtiroler – gedankenlos – die zwei Begriffe „Süd“ und „Tiroler“ zum nichts sagenden Wort Si-diroler verschmelzen. Wenn manch einer im Nord- und Osttiroler nur den Österreicher sieht und bei Sportveranstaltungen sein Herz für eine Nation schlägt, deren Athleten zum großen Teil gar keine Tiroler nicht sind.
Vermaechtnis will dieser Entwicklung entgegenwirken. Das setzt aber voraus, dass sich die Leser und Hörer mit der Vergangenheit beschäftigen. Wenn man um die Geschichte unserer Heimat Bescheid weiß, wenn man sich mit den frohen und den bitteren Stunden des Landes aufmerksam auseinandergesetzt hat und daraus durchaus auch die Schlüsse für die Zukunft gezogen hat, dann ist man nicht ein in der Vergangenheit verhafteter Traditionalist, wie es manche immer ankreiden. Man ist dann wohl viel mehr ein Nachdenkender, Vorausdenkender und die Tücken der Vergangenheit be-denkender Zeitgenosse. Der seine Zukunftsperspektiven auf bewährte Formen der gemeinsamen tirolischen Identität in all seiner Vielfalt aufbaut.
Machen wir uns also auf, und glauben wir an Tirol, seine Menschen, seine Stärken und an die Landeseinheit. Weit über das Gedenkjahr hinaus.
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