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Pfeifer Huisele
Auch in der Gegend von Lana weiß man vom Pfeifer Huisele, das die Leute auch das „Tschermser Gespenst“ heißen. Dieser Zauberer hatte, wie bekannt, auch zu Lana in der Kreuzschule ausgelernt.
Zwischen Oberlana und Tscherms befi ndet sich die so genannte Raseinwand, von welcher das verderbliche Wasser kommt, das schon wiederholt verschiedene Bauernanwesen der beiden genannten Landgemeinden fast gänzlich vernichtet hat. Dort hält sich das Pfeifer Huisele als gefürchteter Hexenmeister auf. Wenn derselbe nun den Etschländern ein Donnerwetter schicken will, so führt er das hiezu nötige Wasser mit 300 Katzenpaaren über die Raseinwand hinauf, wobei er von den dortigen Bewohnern schon manchmal gesehen und noch viel öfter gehört worden sein soll, da er beim Fuhrwerken seine Katzen gewöhnlich mit lautem Pfeifen anzutreiben pfl egt, was diese sehr gut verstehen.
Obwohl nicht mehr so häufig wie früher, soll das Huisele doch auch jetzt noch sein Handwerk in der Gegend treiben. Wenn jemand von der Raseinwand her laut pfeifen hört, so erzählt er es schnell den Nachbarn und diese fürchten sich, weil sie wissen, dass bald darauf ein tüchtiges Donnerwetter kommt, denn „zu was sonst“, meinen die Leute, „führte denn ’s Pfeifer Huisele so viel Wasser über die Wand hinauf, als zum Wettermachen“?
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