Berge

Felsenwand

 
Dort, wo Felsenturm an Abhang sich reiht, wo sonst kaum ein Leben gedeiht, dort, im hohen schroffen Felsen, wo erst im Sommer der Schnee beginnt zu schmelzen, in diesem kargen und kalten Stein, der vom Gletscher gezeichnet so rein, hat es gefunden einen Halt, das Leben, in diesem schmalen und trockenen Spalt.
Das Leben hat hier seinen Platz gefunden, hat all die Widrigkeit und Rauheit überwunden. Auch der Mensch lebt hier in den Bergen und man sah so viele im Felsen schon sterben. In den Gesichtern der Alten ist es deutlich zu lesen, es wäre woanders doch einfacher gewesen. Sie zeugen von der Arbeit so schwer und doch rein, so wie der Gletscher hinterließ sein Zeugnis im Stein.

Auch der Mensch hat all die Widrigkeiten überwunden, er hat wie der Grashalm seine Heimat gefunden. Seine Heimat in den Bergen, in denen er liebt, lebt und leidet bis zum Sterben.
 
Aktualisierung: 20/04/2010
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